Samstag, 3. August 2013

Anreise und erster Tag

Vier Uhr morgens und der Wecker klingelt...
dass ich so etwas nicht jeden Tag mache, dürfte ja von sich aus schon klar sein, doch dieser Tag war ja auch nicht ein Tag wie jeder andere. Endlich sollte es also nach Arizona gehen, wo die Lufthansa ihre Flugschüler in der Sonne zum ersten Mal braten fliegen lässt.
Es sollte aber erstmal eine lange Reise hinter sich gebracht werden, bevor man in den Genuss von 40°C und mehr kommt. Los ging es in aller Frühe mit dem Zubringerflug von Friedrichshafen nach Frankfurt, welchen ich zu meiner Freude aus dem Cockpit miterleben durfte. Da war dann auch schnell jede Müdigkeit vergessen und die Vorfreude auf das Wiedersehen mit den Kurskollegen (und eine Tasse Kaffee) taten ihr Übriges. Mit einem großen Hallo wurde jeder der wieder zur Gruppe stieß begrüßt, denn viele hatte man ja schon lange nicht mehr gesehen. Von Frankfurt aus sollte es mit dem Airbus A380 weiter nach Houston in Texas gehen. Leider wollte nicht nur 21 Flugschüler mit dem Flagschiff der Lufthansa in die USA reisen, sondern auch ein paar Passagiere mehr. Nun hat so ein A380 zwar  über 500 Sitzplätze doch die waren auch wirklich alle besetzt, so dass wir wirklich froh waren als die Bestätigung kam, dass auch jeder von und mitkommen würde.
Unser Transportmittel nach Houston
Nach dem langen Transatlantikflug folgte noch ein Inlandsflug von Houston nach Phoenix. Dort angekommen warteten bereits Sherri und James von der Flugschule um uns in Arizona willkommen zu heißen. Kaum hatte jeder seinen Koffer vom Band gezogen, ging es nach draußen in Richtung Bus, denn Goodyear liegt ein bisschen außerhalb der Stadt. Als wir dann durch den Flughafenausgang geführt wurden traf uns fast der Schlag, eine wahre Hitzewelle überdeckte uns und gab uns schon einmal einen Vorgeschmack auf unsere Zeit hier in Arizona. (Wer das mal ausprobieren möchte, sollte seinen Föhn auf volle Leistung stellen und sich mal ins Gesicht halten).
Angekommen am Flughafen PHX
An der ATCA (Airline Training Center Arizona) angekommen, erwarteten uns schon die Schüler aus anderen Kursen um uns zu begrüßen. Es folgte ein netter Abend, über den ich leider nicht all zuviel verraten kann...Nur so viel: Vielen Dank für den schönen Abend lieber 400.NFF.
Die Müdigkeit gewann dann irgendwann doch die Oberhand und ich fiel wie ein Stein ins Bett.
Das Zimmer in Arizona

Bereits um 8 Uhr  am nächsten Morgen sollte das erste Briefing anstehen, allerdings kein Fliegerisches sondern ein allgemeines über das Leben und die Ausbildung an der ATCA sowie ein Rundgang über das Gelände. Am Mittag wurden dann mal wieder unsere Fingerabdrücke benötigt, denn noch haben wir keine Flugerlaubnis in den USA. Es dauerte ein bisschen, bis jeder den Antragszettel korrekt ausgefüllt hatte, da das amerikanische Alphabet doch so seine Tücken hat. Besonders die Amerikanische 1 machte vielen Probleme :-D
die "Lebensretter" in der Hitze
Für mich ging es dann noch zur Uniformausgabe, die leider nur zum Teil ausgehändigt werden konnte. Leider gab es keine Hose, die meiner Länge entsprechen würde, so bekam ich nur meine 4 blauen Poloshirts für den Flugbetrieb. Da dieser aber auch erst ein bisschen auf sich warten lassen wird, ist das auch nicht so schlimm. Den Abend verbrachten wir dann noch im Pool und im Mockup eines Bonanza Cockpits, welches zum Üben benutzt werden kann.
Ein Mockup des Bonanza Cockpits

Die nächsten Tage werden mit Autokauf und weiteren organisatorischen Briefings weitergehen, bis es dann endlich heißt: cleared for takeoff!

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